Die elektronisch unterstützte Bisslagenbestimmung

Die elektronisch unterstützte Bisslagenbestimmung

Unser Zahnsystem ist nicht nur für die Ernährung entscheidend, es unterliegt auch einem empfindlichen Regelmechanismus. So kontrolliert unser Hirn ständig die Lage der Kiefergelenke, die Verzahnung und Bisslage. Da diese mit der Kau- und Rückenmuskulatur in Verbindung steht, beeinflusst der Biss die gesamte Körperstatik. Zudem ändert sich während des gesamten Lebens die Zahnstellung.

Ist die Statik aus dem Lot geraten, so ist häufig ein falscher Biss die Ursache. So entstehen die Symptome einer sog. CMD (Cranio-Mandibuläre Dysfunktion):

  • Kopf-, Ohren-, Nacken-,Schulter-, Rückenschmerzen und Verspannungen
  • Haltungsschäden. Beckenschiefstand. Taube Arme oder Finger.
  • Tinnitus
  • Augenschmerzen
  • Kiefergelenkschmerzen und -knacken, Schmerzen beim Kauen
  • Taubheitsgefühl und Brennen der Zunge
  • Knirschen und Pressen der Zähne, Zahnschmerzen, abradierte Zähne
  • Parodontose: Zahnfleisch- und Knochenschwund
  • Muskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen bis in die Beine
  • Muskelüberbelastungen beim Sport, Wiederkehrende Verletzungen
  • Fuß- und Achillessehnenschmerz
  • Schlafstörungen, Müdigkeit

Der Körper kann kleine Asymmetrien und Störungen durch Veränderung angrenzender Strukturen gut ausgleichen, so dass ein fehlerhafter Biss oder falsche Statik nicht wahrgenommen wird. So ist zunächst die Funktion nicht eingeschränkt, obwohl die Wirbelsäule eine kaum wahrnehmbare Verkrümmung zeigen kann.

Bestehen dauerhafte Fehlstellungen und Fehlspannungen, oder verstärken sich diese, so können häufig Stresssituationen die o.g. Symptome auslösen.

So, wie Funktionsstörungen im Zahn- und Kieferbereich absteigend verschiedenste körperliche Symptome hervorrufen können, können auch umgekehrt körperliche Dysfunktionen der Beine und des Rückens aufsteigend ursächlich die Funktion von Kiefer und Zähnen beeinflussen.

Daher ist eine CMD häufig nur in fachübergreifender Behandlung langfristig erfolgreich therapierbar.

So arbeiten wir Chiropraktiker, Osteopathen, Physiotherapeuten, Orthopödieschuhtechniker, Zahnärzte und Zahntechniker eng zusammen und betrachten Sie

Ganzheitlich von Kopf bis Fuß



Die klinische Funktionsanalyse
untersucht Kiefer-, Muskel-, Zahn- und Gelenkstrukturen manuell in ihrer Bewegungsfähigkeit und auf Schmerzen.

Man bezeichnet diese auch als Manuelle Strukturanalyse.
Treten hierbei Fehlfunktionen, oder Schmerzen auf, erfolgt die

Instrumentelle Funktionsanalyse mit Abformungen und Modellen der Zähne und Kiefer.
Hierbei können mithilfe elektronischer Aufzeichnungen und Vermessungen die Ursachen der Funktionsstörungen erkannt werden, Kiefergelenke, Muskulatur und die Okklusion (Zahnkontakte) hinsichtlich ihrer Funktion diagnostiziert und analysiert werden.

Durch dieses digitale Verfahren können die Kiefergelenke wieder in ihre ursprüngliche Lage überführt werden. Hierzu wird die physiologische (richtige) Lage der Gelenkköpfchen computerunterstützt errechnet und eine individuell angefertigte Aufbissschiene eingesetzt, die die Zähne und Kiefer in die richtige Position zueinander bringt, die Muskulatur gleichrichtet und den Körper wieder ins Lot bringt.

Ein neuartiger Sensor ermöglicht die elektronische Visualisierung der Kieferbewegungen unter Kaudruckeinfluss unmittelbar auf einem Computer-Bildschirm. Die objektiven und reproduzierbaren Messungen ermöglichen das Auffinden der richtigen Bisslage.